Freitag, 23. Dezember 2022
Kategorie: Musikschule

Musikschule präsentiert sich in Höchstform

Orchesterglanz und junge Solisten bei Konzert im Graf-Zeppelin-Haus am 11. Dezember
Jungendliche Spielen im Orchester auf Bühne

Mit glänzenden Leistungen und vollem Orchesterklang haben die Schülerinnen und Schüler der Musikschule beim Orchester- und Solistenkonzert am Sonntag, 11. Dezember im Graf-Zeppelin-Haus ihr Publikum begeistert. Die beiden Streichorchester und das Jugendsinfonieorchester präsentierten sich mit Spielfreude und in Höchstform.

Bürgermeister Andreas Köster zeigte sich in seiner Ansprache in zweiten Teil des Konzertes hoch erfreut und stolz über die musikalischen Leistungen und das Können der Musikschüler. Er dankte allen Mitwirkenden, den Eltern und dem Kollegium der Musikschule auch für das Durchhalten während der Pandemie. „Unsere Musikschule ist eine exzellente Einrichtung mit sehr engagierten Lehrkräften, die hervorragende Arbeit leisten“, so Köster.

Eröffnet wurde das Konzert von zwei jungen Klavierschülerinnen aus der Klasse von Jisun Back. Die 7-jährige Yuanfei Liu beeindruckte mit einer Sonatine von F. Kuhlau mit erstaunlicher Geläufigkeit und Sicherheit. Eine reife Leistung bot danach die 14-jährige Leyi Li beim Vortrag der Fantasie-Impromtu cis-Moll von F. Chopin.

Im Anschluss zeigten die jüngsten Streicherschüler der Musikschule im groß besetzten Liederorchester unter Leitung von Katrin Klemm mit hochkonzentriertem Spiel und großer Motivation eine beachtliche Leistung.

Auch die Klangfülle des Orchesters Sinfonietta unter Leitung von Corinna Hang lies das Publikum aufhorchen. Die Streicher des „Vorbereitungsorchesters“ für das Jugendsinfonieorchester präsentierten sich in Höchstform und spielten einen Satz aus dem 4. Brandenburgischen Konzert von J.S. Bach, eine Bearbeitung der Wilhelm-Tell Ouvertüre von Rossini und mit hochromantischem Klang „Pachelbels Christmas“.

Unter Leitung von Andres Schreiber bot das Jugendsinfonieorchester im zweiten Teil des Programms anspruchsvolle Werke geprägt von hohem künstlerischem Niveau. Den Start des zweiten Programmteils machte der erste Satz aus dem Trompetenkonzert Es-Dur von Johann N. Hummel. Als Solist an der Trompete beeindruckte Yannis Schell aus der Klasse von Thomas Unger mit hoher Virtuosität und klanglicher Brillanz. Das Orchester, das im Bläserregister von Lehrkräften verstärkt wurde, begleitete den Solisten sensibel und spielte in die anspruchsvollen Tutti-Passagen mit großer Präsenz.

Mit zwei Sätzen aus den „Antiche Danze ed Arie“ von Ottorino Respighi führten danach die Streicher des Orchesters das Publikum in die musikalische Welt der Renaissance in neoklassizistischem Gewand.

Musikalischer Höhepunkt des Konzertes war die Sinfonie in h-Moll, die „Unvollendete“ von Franz Schubert. Der Name der Sinfonie war in diesem Konzert keinesfalls Programm. Dirigent Andres Schreiber führte die jungen Musikerinnen und Musiker im Orchester zu großer musikalischer Reife und tiefer Empfindung und Gestaltung. Das liedhafte Thema im ersten Satz dirigierte er schlicht und gesanglich und ließ dabei viel Raum für die tänzerischen und dramatischen Elemente des Satzes. Im zweiten Satz machte mit ruhigem Tempo aber dennoch spanungsvollem Aufbau mit seinen Musikern tiefe Emotionen hörbar und ließ das Publikum stellenweise fast die Luft anhalten.

Andres Schreiber verabschiedet sich im Mai

Eine reife Leistung aller Beteiligten und ein Höhepunkt des „Sinfo“ und würdiger Abschluss in der gemeinsamen Zeit mit Andres Schreiber als Dirigenten, der im Juni die Musikschule verlässt und in Rente geht. Ein letztes Mal steht er einer Abschiedsveranstaltung am Samstag, 13. Mai 2023 als Dirigent auf der Bühne.

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