Mittwoch, 17. Juni 2020
Kategorie: Musikschule

Musikschule kann wieder mehr Unterricht anbieten

Bereits vor den Pfingstferien haben Bläser und Sänger wieder mit dem Unterricht in der Musikschule begonnen, ab sofort startet auch wieder die Musikalische Früherziehung.
Kinder sitzen mit Lehrerin im Stuhlkreis

Mit den Änderungen der Corona-Verordnung dürfen nun auch der Unterricht in diesen Fächern sowie elementare Gruppenunterrichte bis maximal zehn Personen je Gruppe wieder stattfinden.

Musikschulleiterin Sabine Hermann-Wüster und ihr Team freuen sich, dass die meisten Schülerinnen und Schüler unter Einhaltung spezieller Schutzmaßnahmen wieder im Musikschulgebäude musizieren dürfen. „Unser Team stemmt den Aufwand mit großem Engagement“, sagt Sabine Hermann-Wüster. „Wir sind unseren Schülern, Eltern, Lehrkräften und Verwaltungsmitarbeiterinnen für die gute Zusammenarbeit sehr dankbar. Es ist bei allen, sowohl bei Lehrkräften als auch bei den Schülern deutlich zu spüren, wie froh alle sind, dass der Unterricht an sich wieder weitgehend ‚normal‘ läuft. Der direkte persönliche Kontakt beim Musizieren ist nämlich enorm wichtig.“

Schon während der Schließzeit und dem schrittweisen Übergang zum Präsenzunterricht haben die Lehrkräfte mit Online-Unterricht, Lehrvideos und sogar in Einzelfällen mit Unterricht per Telefon den Kontakt zu ihren Schülern gehalten. Bis es wieder ganz normal läuft, dauert es allerdings noch und die Schutzmaßnahmen haben Auswirkungen auf Raumbelegung und die Stundenpläne – eine logistische Herausforderung für das Musikschulteam.

Bläser- und Gesangsunterricht

Im Unterricht bei den Bläsern und Gesang muss ein Mindestabstand von 2,5 Metern eingehalten werden. Zusätzlich werden Schüler und Lehrer mit transparenten Wänden geschützt. Damit die Fläche groß genug ist, wurden transparente Duschvorhänge aufgehängt, die leicht zu reinigen sind. Das Ablassen von Kondenswasser aus den Blasinstrumenten ist so geregelt, dass dieses in verschließbare Behälter mit wasserdichten Tüten abgelassen und sicher entsorgt wird.

Musikalische Früherziehung und Elementarunterricht

Auch die Jüngsten freuen sich auf den Unterricht vor Ort: Ab dem 15. Juni starten wieder einige Gruppen der Musikalischen Früherziehung im Musikschulgebäude. Ein Teil der bisherigen Gruppen wurde aufgrund der vorgeschriebenen Teilnehmerzahlen geteilt und vorerst findet der Unterricht im großen Saal statt. Beide Änderungen wirken sich auf die Unterrichtstermine aus.

Der Elementarunterricht in den Kindertagesstätten kann weiterhin nicht stattfinden. Deshalb werden einige der Gruppen nach Möglichkeit in die Musikschule verlegt, sofern Platz vorhanden ist und die Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu den Unterrichtsterminen zu bringen. Parallel bietet die Musikschule auch für die Musikalische Früherziehung Online-Unterrichte an.

„Trotz aller Einschränkungen aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen sind wir in Friedrichshafen mit unserem Gebäude und der Ausstattung in einer guten Situation und verfügen über eine ganze Anzahl gut ausgestatteter eigener Räume“, sagt Sabine Hermann-Wüster.

Orchester und Ensembles

Auch wenn in den Instrumentalfächern zurzeit nur Einzelunterricht möglich ist, liegt der Musikschule das gemeinsame Musizieren in Orchestern und Ensembles am Herzen. Das Ensemblespiel mit Streichern und Percussionensembles wird schrittweise wiederaufgenommen. Die Orchester dürfen zwar noch nicht in voller Größe proben, erste Proben finden aber ebenfalls ab sofort wieder in Kleingruppen statt.

Einzelne Ensembles, wie Bläservororchester und der Popchor „60plusminus“ und auch Kurse wie Eltern-Kind-Gruppen müssen mit dem Unterrichts- und Probenbeginn weiterhin noch warten, ebenso wie der Unterricht in den allgemeinbildenden Schulen.

Zurzeit bereitet sich die Musikschule gleichzeitig auf den Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien vor. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie der Unterricht laufen wird, informiert und berät die Musikschule trotzdem über die Instrument-Auswahl für Kinder per Video.