Donnerstag, 24. Juni 2021
Kategorie: Jugend musiziert

Häfler Musikschüler beim Bundeswettbewerb

Die Musikschülerinnen und Musikschüler Greta Hartleb, Elias Bayha, Maja Knezevic, Christina Graf, die Lehrkräfte Ulrich Murtfeld, Nik Kevin Koch und Guranda Gabelaia sowie die Leiterin der Musikschule, Sabine Hermann-Wüster freuen sich über die tollen Erfolge beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Bürgermeister Andreas Köster gratulierte sehr herzlich und übergab die Preise an die Jugendlichen.
Auf dem Foto die erfolgreichen Musikschüler.
Bildunterschrift: Tolle Erfolge für die Schülerinnen und Schüler der Musikschule beim Bundeswettbewerb. Von links: Elias Bayha, Maja Knezevic, Christina Graf, Ulrich Murtfeld (Lehrer Klavier), Bürgermeister Andreas Köster, Guranda Gabelaia (Lehrer Klavier), Sabine Hermann-Wüster, Leiterin der Musikschule. Mitte: Greta Hartleb.

„Es ist ein schöner Anlass, dass ich Euch zu diesen bemerkenswerten Erfolgen gratulieren darf. Herzlichen Glückwunsch. Bemerkenswert auch deshalb, weil Ihr die Auszeichnungen unter stark veränderten Bedingungen erreicht habt. Denn der Wettbewerb wurde nicht in Präsenz organisiert, sondern Ihr musstet Eure Musikbeiträge auf Video aufnehmen und an die Jury schicken“, so Bürgermeister Andreas Köster. Er dankte den Lehrkräften Ulrich Murtfeld, Guranda Gabelaia, Nik Kevin Koch und Sabine Hermann-Wüster für das große Engagement, die Jugendlichen unter den vorgegebenen Möglichkeiten zu motivieren, damit sie diese musikalischen Höchstleistungen erreichen konnten.

Die Pianistin Christina Graf wurde gleich zweimal ausgezeichnet. Sie erhielten in der Duo-Wertung Klavier und ein Streichinstrument gemeinsam mit einem Cellisten aus Grünwald in Bayern mit insgesamt 22 Punkten den zweiten Preis. Außerdem erreichte Graf zusammen mit Maja Knezevic, Violine (13 Jahre) ebenfalls in der Duo-Wertung Klavier und ein Streichinstrument das Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“.

Christina Graf absolviert derzeit bei der Musikschule ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Bereich Kultur. Maya Knezevic lernte sie erst in der Musikschule kennen. Die beiden haben im Herbst mit den gemeinsamen Proben begonnen, danach waren alle Proben nur noch online. „Die Vorbereitungszeit war sehr kurz. Jedoch war der Maßstab, den die Juroren an die musikalischen Leistungen setzten, genauso hoch wie in den Vorjahren“, so die beiden Musikerinnen. Beide Musikerinnen haben musikalische Pläne für die Zukunft. Christina Graf hat sich an den Hochschulen in Würzburg und Regensburg beworben und möchte dort den Doppelstudiengang Klavier und Gymnasiallehrerin studieren. Maya Knezevic spielt im Jugendsinfonieorchester Friedrichshafen und freut sich darauf, wieder auftreten zu können,

Einen dritten Preis holten sich die Sängerin Greta Hartleb und Elias Bayha, Klavier, in der Duo-Wertung Singstimme und Klavier mit insgesamt 21 Punkten. „Wir hatten die Möglichkeit, gemeinsam zu proben und unser Lehrer war uns online zugeschaltet. Das war nicht immer ganz einfach, trotzdem hat das Coaching gut geklappt. Unsere Lehrkräfte haben uns gerade während der Schließung wichtige Impulse und Begleitung gegeben“ erzählen Greta Hartleb und Elias Bayha. Auf die musikalische Zukunft angesprochen sagt Elisa Bayha: „Nach der Schule möchte ich an der Musikhochschule ein Praktikum machen. Dafür habe ich mich beworben“. Greta Hartleb will weiter üben und freut sich darauf, wieder auftreten zu dürfen. „In der Schlosskirche oder bei einer Matinee zu singen, das macht mir richtig viel Freude. Ich hoffe, dass das bald wieder möglich ist“, so Hartleb.

„Es war geplant, den Bundeswettbewerb in den Pfingstferien in Bremen und Bremerhaven durchzuführen. Aufgrund der Pandemie fand der Wettbewerb dann als Videowettbewerb statt. Nicht nur, dass die Voraussetzungen sich komplett änderten, auch die Vorbereitungszeit für die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte verkürzte sich, weil die Videos schon Ende April eingeschickt werden mussten. Die Jugendlichen haben sich gut auf die neuen Bedingungen eingestellt und sich auch bei den gemeinsamen Proben gegenseitig Impulse gegeben. Es war schön zu entdecken, wie die musikalische Selbstständigkeit noch mehr gesteigert wurde“, erklärt Sabine Hermann-Wüster, Leiterin der Musikschule Friedrichshafen.

Insgesamt qualifizierten sich 2.250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Landeswettbewerbe für den Bundeswettbewerb. Es wurden 1.730 Videos von 140 Juroren bewertet. Wegen der Schulschließungen und Kontaktverbote konnten nur Solo- und Duowertungen durchgeführt werden. Für die größeren Ensembles finden die Wettbewerbe im Juli und September statt. Für die Videoaufnahmen eines der Friedrichshafener Duos stellte die Bonhoeffergemeinde die Kirche zur Verfügung.